Wegzug ins Ausland

Auswanderung

In den seltensten Fällen haben so viele Deutsche daran gedacht, Deutschland aus steuerlichen Gründen zu verlassen, wie sie es derzeit sind. Wenn Sie ins Ausland ziehen, endet Ihre Steuerpflicht im Kanton Thurgau und in der Schweiz mit dem Datum Ihres Umzugs. Ein Umzug ins Ausland hat besondere steuerliche Konsequenzen, wenn Sie an einem Unternehmen beteiligt sind. Wenn Sie ins Ausland ziehen, endet Ihre Steuerpflicht an dem Tag, an dem Sie umziehen, d.h.

für das Jahr, in dem Sie umziehen.

Checking-Liste für Abreisefälle | Wie Sie Ihre Abreise ins Ausland richtig bei der Steuerbehörde nachweisen können.

Beim Umzug ins Ausland müssen der Steuerzahler und seine Berater sicherstellen, dass sie die stattgefundene Standortverlagerung oder in gewissen Fällen die hinreichende Verschiebung des Interessenschwerpunkts im Falle eines Streits nachvollziehen. Im Rahmen der Konsultation von ausreisewilligen Steuerbürgern stellt sich immer wieder die Fragestellung, welche Aspekte zwingend zu beachten sind, damit die Ausreise für steuerliche Zwecke erkannt werden kann.

Es gibt immer eine Einzelfallprüfung, wann jemand in Deutschland noch eine Ferienwohnung im Sinne von 8 HGB hat. Findet die Abreise in einem Nicht-DBA-Land (z.B. Monaco) statt, muss der Steuerzahler komplett umziehen, d.h. nach deutschem Recht jeden Wohnort oder Gewohnheitsort abgeben (siehe Prüfliste unter Ziffer 3).

Aufgrund von Artikel 4 Abs. 3 SBG-Schweiz im Bereich der Einkommenssteuer und Artikel 4 Abs. 3 SBG-Schweiz im Bereich der Erbschaftssteuer ist dies in Bezug auf die Schweiz aufgrund der dort regulierten Steuer gleich. Bei einem Umzug in ein DBA-Land ( "DBA-Land") (z.B. Österreich) ist die Situation grundlegend anders.

In diesem Falle wird ein ein Einkommenssteuerausstieg bereits realisiert, wenn der Schwerpunkt der Lebensverhältnisse ins Ausland verlagert wird (vgl. Artikel 4 Absatz 2 Buchstabe ein OECD-MA - die anderen Prüfkriterien dieser Vorschrift sind in der Regel in der Praktik von geringerer Bedeutung). Im Falle eines fehlenden DBA im Bereich der Erbschaft- und/oder Schenkungssteuer hingegen kann ein Exit mit erbrechtlicher Auswirkung nur realisiert werden, wenn die "alte" und "junge" Genera-tion vollständig ausscheiden.

In Bezug auf Österreich auf der Grundlage von Artikel 5 Absatz 2 DBA-Austria im Bereich der Erbschaftssteuer genügt es dagegen, wenn der nachfolgende Erblasser das Land verlässt. Das bedeutet, dass die Nachkommen in Deutschland wohnhaft verbleiben und dennoch unter den Schutzbereich des Erbschaftsteuer-Doppelbesteuerungsabkommens fallen können, da hier nur der Wohnsitz des Testators nach dem Doppelbesteuerungsabkommen zählt und - anders als in den Beziehungen zur Schweiz - keine besondere Regelung für in Deutschland wohnhafte Nachkommen vorgesehen ist.

Um einen vollständigen Abgang zu erreichen, sind die nachfolgenden Aspekte zu berücksichtigen: Veräußerung aller selbst genutzten Wohneigentumsflächen in Deutschland; Alternative: Langzeitvermietung an Dritte; kein Leerstand von möbliertem Wohnraum in Deutschland; registrierungsrechtliche Deregistrierung in Deutschland und Registrierung im Ausland nach den dortigen Ausländervorschriften ( Sonderfall Großbritannien: Es besteht hier keine Mitteilungspflicht, sondern eine Steuererklärung an das Finanzamt); Ehegatten oder Minderjährige müssen mit ihnen ziehen und dürfen keine deutschsprachige Behausung unterhalten, da dies zur Zuweisung eines deutschsprachigen Wohnortes an den Wegezügler oder für nahe heiratsfähige Gemeinden oder

eingetragenen Personengesellschaften sind aus Gründen der Vorsicht auch die für Verheiratete anwendbaren Prinzipien zu beachten; Beendigung der inländischen Telefonverbindungen (auch Mobiltelefone), Umstieg auf ausländische Fernsprechgesellschaften; Abmeldung von Fahrzeugen im In- und Ausland; Ermäßigung der inländischen Bankkonten, soweit dies für die Bewirtschaftung des in Deutschland verbleibenden Kapitalvermögens erforderlich ist, Umstieg des laufenden Zahlungsvorgangs auf ein Auslandsgirokonto; Aufhebung des inländischen, Besorgungsverkehrs von Auslandskreditkarten; weitestmöglichste schriftl. dok. Abfahrtspläne, z.B. in Abmeldungen an das Stromunternehmen, Wasserlieferanten, etc.

Anmietung/Verkauf des Wohnortes Deutschland; Beendigung von privaten Mitgliedschaften in Deutschland, wie z.B. Fitnessclubs, Golfclubs, andere Clubs sowie die Aufnahme von Clubmitgliedschaften im Ausland; Weiterleitungsauftrag aus dem verlassenen Deutschland an die neue Auslandsadresse; Anlagevermögen und andere fungible Vermögenswerte vorzugsweise aus dem Inland ins Ausland und dort investieren/verwalten; Uebernachtung während des Aufenthalts in Deutschland in einem Hotelkomplex oder bei Freundeskreisen und Bekanntenkreisen, aber immer nur als Gastbestandteil und "Leben aus dem Koffer"; nach erfolgreichem Umzug:

Tagesgenaue Erfassung der Wohnzeiten in Deutschland (aufgrund des Gegenstandes des gewöhnlichen Aufenthaltes); Eintrag in das Wählerverzeichnis für Gemeindewahlen bei Umzug in einen anderen EU-Staat als Einreiseland; prinzipiell Beendigung der Erwerbstätigkeit nach Umzug nach Deutschland, sofern keine Grenzgängerbeschäftigung oder Rückreise nach Geschäftsschluss. Sofern es sich um einen DFG-Fall und die Verlegung des DFG-ähnlichen Wohnsitzes, d.h. vor allem des Mittelpunktes der Lebenssituation, in ein anderes Land mit ausreichender Zahl von Personen auszeichnet, sind die nachfolgenden Hinweise zu beachten:

Die Beziehung der gepflegten inländischen zu der fremden Behausung sollte das Zusammenwirken von Zweitwohnsitz und Hauptwohnung deutlich machen; der Strom-, Gas- und Wasserkonsum sollte die vorherrschende Präsenz/Nutzung des Zweitwohnsitzes im Ausland und die deutlich zurückgehende Inanspruchnahme des dahinter liegenden dt. Zweitwohnsitzes belegen; korrespondierende Berichte an die Zulassungsbehörden; Vermögenswerte sollten so weit wie möglich im Ausland angelegt werden, damit die Plausibilitätsprüfung der Wohnortumsiedlung auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen kann; Tagzeitungsabonnements, etc.

im Inland und nur im Ausland; Verlegung von sozialen Tätigkeiten in Gestalt von Verbandsmitgliedschaften etc. von Deutschland ins Ausland; Eintrag in das Wählerverzeichnis für Gemeindewahlen bei Verlegung in einen anderen EU-Staat als Umzugsland; nach erfolgter Verlegung: zeitlich und so genau wie möglich Erfassung der Verweildauer in Deutschland (wegen des Nachweises der Unterstellung von Aufenthalt in Deutschland zu Aufenthalt im Umzugsland).

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