Pauschalbetrag Umzugskosten

Entfernungspauschalenkosten

In der Steuererklärung können die tatsächlich angefallenen Umzugskosten erfasst werden. Verlagerungskosten Handelt es sich bei dem Standortwechsel um eine geschäftliche oder behördliche Tätigkeit, können die Umzugskosten als einkommensbezogene Aufwendungen von den Erträgen aus nicht selbständiger Erwerbstätigkeit abgesetzt oder vom Auftraggeber umsatzsteuerfrei zurückerstattet werden. Im Falle einer Entfernung aus Gesundheitsgründen können die Umzugskosten als außerordentliche Last angesehen werden, wenn eine vorher ausgestellte ärztliche Bescheinigung die Erforderlichkeit der Entfernung nachweist.

Eine Verlegung wird operativ oder behördlich eingeleitet, wenn der Auftraggeber die Verlegung aus betrieblicher Sicht angeordnet oder die Tagesfahrzeit des Mitarbeiters zum Arbeitsplatz (Rückfahrt) um mind. eine Arbeitsstunde, d.h. um 30?Minuten für jede Reise gekürzt wird. Lässt sich das Kürzungskriterium der Reisezeit erfüllen, so ist die Beseitigung in jedem Falle als im amtlichen Verkehr eingeleitet anzusehen.

Welche Ausgaben vom Auftraggeber zollfrei oder als einkommensbezogene Ausgaben erstattet werden können, regelt das Umzugskostengesetz. Darunter fallen z.B. Beförderungskosten (= ?Beförderung der zu bewegenden Güter), Verkehrsschäden, Reisekosten, Verpflegungsnebenkosten, Doppelmieten bis zu drei Monate, Vermittlungsgebühren und Gebühren für den Privatunterricht für die Söhne. Für andere Umzugskosten (Trinkgelder, Umzugskosten, etc.) werden die Pauschalsätze nach Zivilstand abgestuft.

Das Finanzamt hat sich bereit erklärt, private Abschiebungen von Umzugsunternehmen an die hauswirtschaftlichen Dienste des Empfängers gemäß a Abs. 1 des § a Abs. 2 WpHG zu vergeben. Allerdings erfordert die Steuerminderung einen Ausgabennachweis durch Rechnungsstellung und Einzahlung auf das Bankkonto des Leistungserbringers durch eine Quittung des Kreditinstitutes (§?a?a Abs.? EStG).

Verringert sich die alltägliche Arbeitsreise eines Ehepartners durch einen Ortswechsel um mind. 1. 18 ("Hin- und Rückweg"), können die Umzugskosten als einkommensbezogene Kosten abgezogen werden. Gleiches trifft zu, wenn durch den Wechsel die Arbeitsreise für den anderen Ehegatten erweitert wurde (Bundesfinanzhof, Beschluss vom 21.2.2006, ILX R??/R?).

Kann das Vorvermietungsverhältnis bei einem arbeitsbedingten Wohnungswechsel nicht fristlos gekündigt werden oder kann die Liegenschaft nicht unmittelbar veräußert werden, weist das Steueramt den Vermietungsstand der Ferienwohnung bis zu einem Jahr als Umzugskosten aus (Finanzgericht Köln, Urteilsbegründung vom 20.11.2008, 10 K 4922?/?).

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