Meldepflicht Frankreich

Berichtspflicht Frankreich

Eine Anmeldepflicht für deutsche Staatsbürger besteht nicht. Die Bevölkerungskartei ist ein offizielles Register, in dem der dauerhafte oder vorübergehende Aufenthalt von Personen eingetragen wird, soweit sie der Meldepflicht unterliegt. Es gibt in Frankreich kein mit dem deutschen vergleichbares Meldesystem.

Frankreich: Dienstreisen müssen bei den zuständigen Stellen in Frankreich gemeldet werden! - TRAINIERT RIESENKAMPFF.

Der Mitarbeiter muss sich vor jeder Dienstreise aus Deutschland oder einem anderen Land nach Frankreich im Online-Registrierungsportal SIPSI anmelden, da sonst das Risiko einer Geldstrafe von bis zu EUR 4000 pro Mitarbeiter oder einer maximalen Geldstrafe von insgesamt EUR 500.000 droht. In Frankreich trifft dies auf alle Sektoren und alle Aktivitäten eines Arbeitnehmers eines Auslandsunternehmens in Frankreich zu.

Mit der Meldepflicht beginnt unmittelbar, so dass im Prinzip auch eine mehrstündige Dienstreise registriert werden muss. Ernennung eines in Frankreich wohnhaften Bevollmächtigten, der den französichen Kontrollbehörden zur Verfuegung steht. Die Vertreterin muss Zugang zu den ins Französisch übersetzten Dokumenten haben, wie z.B. dem Anstellungsvertrag des Arbeitnehmers, der Arbeitsbewilligung (falls zutreffend), der Bescheinigung über die ärztliche Prüfung des Arbeitnehmers, dem Zahlungsnachweis über das effektiv bezahlte Gehalt und den Arbeitszeiterfassungen.

Hat der Beauftragte für den betreffenden Arbeitnehmer einen elektronischen Zugang zu den notwendigen Dokumenten und kann die Dokumente den Überwachungsbehörden rechtzeitig zur Verfuegung gestellt werden, so ist dies nach bisheriger Bearbeitung hinreichend. Eine Abschrift der Auftragsbestätigung und eine Abschrift der Ernennung des Bevollmächtigten sind dem Kunden zur Verfuegung zu halten.

Eine sorgfältige und wohlüberlegte Selektion sollte bei der Vertreterwahl erfolgen, da diese Person Zugang zu sensiblen Informationen wie Anstellungsvertrag und Gehaltsabrechnungen haben muss und andernfalls die Gefährdung durch das BDSG und die Geldbußenverhängung durch die Bundesbehörden auftritt. Aus unserer Perspektive sollten die Kunden daher nicht als Repräsentanten eingesetzt werden, auch wenn sie ihre Unterstützung mit guten Absichten angeboten haben.

Es ist ratsam, sich der Arbeitnehmer der Gesellschaft oder des Konzerns zu bedienen oder Rechtsanwälte oder Steuerberater als lokale Repräsentanten zu beauftragen. Ähnliche Berichtspflichten gibt es auch im übrigen Europa sowie in Drittländern wie der Schweiz, so dass jede Dienstreise oder jeder weitere Einsatz im Voraus genau zu planen und vorzubereiten ist, da neben der Meldepflicht auch Visum, soziale Sicherheit, Steuern und Entgelt zu berücksichtigen sind.

Allerdings gibt es erst seit Anfang 2017 einen Reform-Kompromiss zwischen den EU-Arbeits- und Sozialministern, den das EU-Parlament noch verabschieden muss. Über die weitere Entwicklung werden wir Sie natürlich auf dem neuesten Stand der Technik informieren und beantworten Ihnen gern Ihre Fragen.

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