Mansholt

Manscholt

mw-headline" id="Leben">Leben[Bearbeiten | < Quellcode bearbeiten] Der gebürtige Sicco Mansholt stammte aus einer großen Bauernfamilie aus dem Groninger Land, die Sozialdemokraten waren. An der Tropical Agricultural School in Detenter absolvierte Mansholt eine Lehre als Tabakbauer. Er versteckte nicht nur Menschen im Polder des Wieringermeeres, sondern auch die geheime Nahrungsversorgung der Westprovinzen der Niederlande. Im Anschluss an das Ende der deutschsprachigen Besetzung hielt Mansholt kurzzeitig das Amt des Bürgermeisters im Wieringermeer.

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, im Juli 1945, brachte ihn Ministerpräsident Willem Sermerhorn von der Pfalz in sein Ministerkabinett als Landwirtschafts-, Fischereiminister und Ernährungsminister, wo er im Alter von 36 Jahren der jüngste war. Dabei war er in sechs Regierungskreisen tätig: Das niederländische Agrarministerium bekam unter Mansholt eine Machtposition, die mit keinem anderen europäischem Staat zu vergleichen ist.

Er hat die holländische Agrarwirtschaft auf einen Kurs der Modernisierung, Verfeinerung und des Exports gebracht, den sie bis heute fortsetzt. Mansholt wurde auch als einer der bedeutendsten Vertreter der niederländischen Socialist Party angesehen. Im Jahr 1950 präsentierte er den "Mansholt Plan" den europÃ?ischen Regierungsstellen, eine Agrarpolitik, die dem Schuman-Plan Ã?hnelt, aber von den meisten Regierungsstellen verworfen und nie durchgesetzt wurde.

Im Jahr 1958 wurde er einer der Mitglieder der neuen Europakommission und beschäftigte sich auch in dieser Funktion hauptsächlich mit der Agrapolitik. Er hat seine in den Niederlanden angewendeten Ansätze auf die paneuropäische Agrarwirtschaft übertragen. Der 1960 vorgelegte Entwurf, die europäische Agrarwirtschaft in großem Umfang zu integrieren und einheitliche Erzeugerpreise festzulegen, wurde jedoch aus Angst vor dem Aufkommen eines landwirtschaftlichen Lebensmittelkartells größtenteils abgelehnt.

Diese Ideen wurden jedoch zum Teil in die Beitrittsverhandlungen zur weiteren Integrierung der EWG zu Beginn des Jahres 1962 aufgenommen. Ende 1968 stellte er einen Aktionsplan (Mansholt-Plan) vor, der darauf abzielte, die landwirtschaftliche Produktion in Europa zu rationellisieren und auf dem Welthandelsmarkt einzuführen, indem die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe reduziert und ihre Größe erhöht wurde. Nach der Umstellung der EWG auf die EG war Mansholt stellvertretender Vorsitzender der EGKommission und wurde 1972 und 1973 für sieben weitere Amtszeiten Vorsitzender der EEK.

Im Jahr 1974 wurde er zum stellvertretenden Parteivorsitzenden der Föderation der SPD-Landtagsparteien der Europäischen Union ernannt.

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