Leben in Kanada als Deutscher

Als Deutscher in Kanada leben

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Gespräch mit Ole Helmhausen: Ein Deutscher in Kanada.

Seit mehr als 30 Jahren wohnt der gebürtige Franzose in der kanadischen Nationalpark.

Leute wie Jo Bentfeld sind rar - er ist ein Schulabbrecher, ein Einzelgänger und ein echter Ursprünglicher. In Kanadas Wüste wohnt er seit mehr als 30 Jahren allein und bedauert einen Tag davon nicht. Jo Bentfeld, der laut der Regionalzeitung "Neue Westfälische" tatsächlich Hans-Joachim Blankenburg heisst, wurde im Jahr 1932 in Ostrach, Baden-Württemberg, geb....

Zuerst als Tischler und später als Polizeichef wollte er zu seinen Ursprüngen zurückkehren: unberührter Lebensraum, einfaches Leben und vor allem: frei. Sein Leben führte er einmal als Kleinkind. Zum ersten Mal außerhalb der Kultur wohnte er in Skandinavien: Vor etwa 40 Jahren versuchte er in seinem Reisemobil die Abgeschiedenheit des Nördlichen.

Aber während die Leerheit Skandinaviens für die meisten schon zu viel ist, konnte der Bentfelder nicht weit genug weg sein. Das Touristenherumtoben in den skandinavischen Staaten, vor allem im Hochsommer, störte den Mann, der die Vereinsamung so sehr liebte, und so fühlte er sich zu einem noch weiter entfernten und noch abgelegeneren Fleckchen Erde hingezogen als im europäischen Norden. Einerseits war es die Stadt.

Man lebte von der Natur: Aussaat, Ernte, Sammlung, Schlachtung - und was man auf diese Weise nicht erreichen konnte, gab es nicht. "Und das ist es, wonach er sich sehnte: Einsamkeit, Schlichtheit, ein Leben weit weg von der Technologie, städtisches Treiben und oberflächliche Gespräche. Das Leben in "wirklich unberührter Natur", wie Bentfeld es ausführt.

Doch nicht immer war er allein: Einige Jahre lang begleitete ihn seine damals lebende Ehefrau Sabine in den Weiten Kanadas. Bei einer seiner Lektüren hat er sie kennengelernt, die den Schriftsteller von Zeit zu Zeit nach Deutschland führte und sie mit in sein kleines, selbst gebautes Eldorado nahm. Mittlerweile ist das Ehepaar scheiden gelassen und Bentfell wohnt wieder allein im Wald.

Während seiner 30-jährigen Lebenszeit in seiner Baracke am Jo's Lake erhielt er nur etwa 30 Besuche. Mit seinen beiden Söhnen und ihren Angehörigen, Reportern und einem kleinen Filmmannschaft, die dieses Videofilm über das Leben von Bendtfeld gedreht haben: "Die zweite Halbzeit zum Jagen, Fischen und Wandern", schildert er sein Leben.

Das Leben könnte natürlich und doch für die meisten Menschen kaum denkbar sein. Er sucht, holt oder bebaut sich selbst, ein Sachverhalt, der seine Lebenshaltungskosten extrem niedrig hält: Bentfelds Lebensstil birgt auch bestimmte Gefahren: Unwägbare Erkrankungen, Unwägbarkeiten des Wetters und Wildtiere können der Untergang des Einsiedlers sein.

Aber Bentfeld ist gelassen über die Situationen, die viele Menschen aufhalten. Mit der frischen Atemluft und der täglichen Arbeit in der freien Wildbahn wird das Altern und die damit verbundenen Symptome gelindert. Aber auch die Wildtiere, wie z. B. Wolf und Bär, die durch die kanadischen Wäldern wandern, geben ihm keine Sorgen.

Der entspannte Zugang zur Umwelt und das gegenseitige Verständnis für die eigenen Triebe und Urteile vermitteln ihm das nötige Selbstbewusstsein. Doch auch für Bentfell ist der Nord nicht ohne Gefahren: Es können sowohl Luft als auch Wasser gegen den Menschen wirken, und auch die unwegsame Landschaft hat ihre Nachteile.

Eine Begebenheit, die im kalifornischen Hochsommer zum Tode führen kann. Ein gewisses Verlangen nach Befreiung ist wahrscheinlich in jedem Menschen präsent. Für einige mehr, für andere weniger und für Menschen wie Bentfell in sehr hohem Masse. Er hat es verstanden, die von ihm so begehrte Befreiung zu leben: Weit weg von der immer mehr nach Konsummöglichkeiten strebenden Gesellschaft hat er sein eigenes Traumparadies geschaffen und führt sein Leben nach seinen Wünschen und nicht nach denen von Großkonzernen.

Was ist das für ein Gefühl, allein in Kanada in dieser völligen Unabhängigkeit zu leben? Eine schönere Lösung fand Bentfeld: "Euphorisch, nur auf rosafarbenen Wolken schwimmend. Gefragt nach seinen schoensten Momente in der kanadischen Landschaft trifft der Kyniker auch exakt die passenden Worte: "Jeden Tag ohne Menschen allein in der Wueste".

"Doch er verpasst etwas, was nur die Menschheit bietet: "Nur mein alltägliches Viertel" des Trollingers, das Gott jedem Schwäbischen zugegeben hat. "Denn im nördlichen Kanada ist der Weinbau eigentlich etwas komplizierter. Seine verrückteste Erfahrung machte er in Kanada, als ein Wagen neben ihm im Eagle Village, der letzen Ansiedlung von Yukona, anhält und die Bewohner ihn auf Englisch und mit seinem eigenen Vornamen ansprechen.

"â??Zwei jugendliche Paare, die einen Vorgeschmack auf einen VortrÃ??ge von mir in der Rostocker Staatsbibliothek bekamen und nun zusammen auf einer Tour durch Alaska waren, lernten mich gerade in dem Moment kennen, als ich das einzigste Mal in meinem Leben im Eagle Village war. "Bentfeld berät Menschen, die sich auch von Vereinsamung angesprochen fühlen, aber noch nicht den nötigen Lebensmut oder die fehlende Motivierung haben, eine gut organisierte Fahrt zu unternehmen, um zu sehen, ob das Leben in der nordeuropäischen Wüste wirklich ihren Erwartungen gerecht wird.

Wer vom Leben Bentfelds begeistert ist, aber auch die Kultur ausnutzen will, kann sich in den im Güniker Verlagsverlag erschienenen Werken des Ausscheiders einen Überblick machen und bei entsprechendem Anlass von einem anderen Leben profitieren.

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