Immobilienscout24 Immobilienbewertung

Immobiliencout24 Immobilienbewertung

25,99 Euro (Immonet) oder 29,90 Euro (Immobilienscout24). Immobilienbewertung: Schnellklick oder Inspektion mit Expertenwissen - Immobilie - Wirtschaftlichkeit Viele Immobilienbesitzer fragen sich spätestens beim Kauf eines Ein- oder Mehrfamilienhauses oder einer Stockwerkeigentumswohnung, was ihre Immobilie tatsächlich kostet. Erkundigen sie sich dann über die Möglichkei ten der Immobilienbewertung, so steht sie vor einer Vielfalt an Varianten: Sollen sie ein Formblatt on-line füllen und für wenig Bargeld kurz nach dem Resultat in die Hände greifen?

Und ist ein öffentlicher und beeidigter Experte die richtige Entscheidung? Auf dem Heimcomputer gibt der Interessierte Angaben über das Jahr der Errichtung, den Standort, den baulichen Zustand und andere Merkmale der Liegenschaft ein. Mit den großen Immobilientransaktionen beispielsweise kosten eine solche Auswertung 14,90 EUR (Immowelt), 25,99 EUR (Immonet) oder 29,90 EUR (Immobilienscout24) für Privatpersonen.

Kommt darauf an, beantwortet Bernhard Bischoff, öffentlicher und beeidigter Gutachter für die Schätzung von erschlossenen und unerschlossenen Immobilien. "â??Bei einer Durchschnittsimmobilie in einem teilmarktÃ? mit vielen Anbietern wird das Resultat in der Lösung in der Regel stimmen", sagt Bischoff, der auch Leiter der Abteilung Bundesimmobilienbewertung im BVS (Bundesverband der öffentlich bestellten und vereidigten und zertifizierten Sachverständigen) ist.

Wenn Sie also wissen wollen, wie viel Ihre 60er Jahre-Wohnanlage in der City Berlins kostet, werden Sie sich wenigstens einen groben Überblick verschaffen können. "Prinzipiell gibt es jedoch keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben", betont Bischoff. Wenn der Besitzer die Angaben nicht korrekt macht, wird es niemand merken - logisch gesehen ist das Resultat nicht korrekt.

"â??Je mehr eine Liegenschaft von Ã?blichen, marktfÃ?higen Liegenschaften abÃ??hrt, umso mehr wird ein Gutachten empfohlen. "Experten wie Bischoff erarbeiten einen detaillierten Verkehrswertbericht, der auch vor Gerichten anerkannt wird. "Dafür ist der Experte verantwortlich", unterstreicht Bischoff. Denn Bewertungen sind nicht nur für den Verkauf von Grundstücken, sondern beispielsweise auch für Erben, Ehescheidungen oder die Testamentsgestaltung erforderlich.

Es gibt keine Marktwertgutachten ohne eine Besichtigung der Liegenschaft vor Ort. Der Standort der Liegenschaft und die demographischen Zukunftsperspektiven der entsprechenden Regionen werden ebenfalls in das Sachverständigengutachten einbezogen. Der BVS hat daher einen Leitfaden für die Gebührenberechnung bei Immobilienschätzungen herausgegeben, nach dem der Kaufpreis auf der Grundlage der dem Gutachter entstandenen Kosten und des Wertes der Liegenschaft berechnet wird.

Laut Bischoff ist die Wertermittlung einer kleinen Stockwerkeigentumswohnung ab rund tausend EUR möglich, während für ein Mehrfamilienhaus mit einem Volumen von 300.000 EUR rund 2000 EUR ausstehen. Auf der anderen Seite, so Bischoff, sollten die Kundinnen und -kunden darauf achten, "dass der Experte nicht an Interessen gebunden ist - im Gegensatz zu dem Broker, der seine Maklerprovision im Visier hat".

Ein Verzeichnis der qualitätsgeprüften Sachverständigen finden Sie auf der Website des BVS (bvs-ev. de) und auf der landesweiten Expertenliste der Industrie- und Handelskammern IHA. Wer nicht so viel Geld aufwenden will, sich aber nicht mit einem informellen Online-Schätzwert zufrieden geben will, hat eine andere Möglichkeit: Verschiedene Unternehmen wie Dekra, TÜV oder der Wertungsdienstleister Spengnetter offerieren ein Immobilien-Audit, das nicht ins kleinste Detaillierungsgrad geht, sondern dennoch eine Inspektion vor Ort beinhaltet.

Die Untersuchung ist "speziell auf die Belange von Grundstückskäufern und -verkäufern außerhalb von Rechtsstreitigkeiten ausgerichtet", erläuterte Jan Sprengnetter, geschäftsführender Gesellschafter der Spengnetter24 mit Blick auf die Angebotseinführung, die aktuell 599 EUR ausmacht.

Mehr zum Thema