Als Rentner in österreich Leben

In Österreich als Rentner im Leben tätig

und stellt dann fest, dass Sie nicht von Ihrer Rente leben können. q Schweizer Bürger können sich ohne Aufenthaltserlaubnis in Österreich niederlassen. Pensionen: Alte ist am besten in Österreich Kann man als Östereicher nur besser kalkulieren als als als als als Deutscher? Auf den ersten Blick scheint es, als könnte Deutschland etwas von Österreich erfahren, einem Paradies für Rentner. Bei genauerem Hinsehen werden Sie jedoch feststellen, dass auch das Gegenteil der Fall ist.

Es ist unbestritten, dass die meisten älteren Menschen jenseits der Grenzen mehr Mittel von der gesetzlichen Rentenversicherung bekommen.

Laut Berechnung der Deutsche Rentenversicherung Bundes ist die mittlere Bruttopension in Österreich mit 1231 EUR um ein weiteres Viertel höher als die durchschnittl. Die deutsche Pension mit nur 909 EUR. Man kommt zu einer sagenhaften 58-prozentigen Abweichung, wenn man bedenkt, dass die Pension im benachbarten Land vierzehn Mal ausbezahlt wird, d.h. die Älteren erhalten quasi auch Weihnachts- und Feriengeld und damit einen rechnerischen monatlichen Wert von 1436 EUR.

Inklusive der beiden Sondereffekte ist die gekürzte Erwerbsfähigkeitsrente von 1322 EUR in Österreich 64 % mehr als in Deutschland, wo sie durchschnittlich 808 EUR beträgt. Auch die Witwenrenten sind mit rund 821 EUR um rund ein Drittel höhers. Sämtliche Angaben gelten für das Jahr 2015, Reinhold Thiede vom Deutsche Rentenversicherung Bundes mahnt jedoch vor einer allgemeinen Beurteilung des Systems in Österreich als besser.

"Schließlich ist in Österreich vieles anders als in Deutschland, wenn es um die Altersvorsorge geht. In der Zwischenzeit neiden die lokalen Rentner die Östereicher um ihre praktische "Rentenformel 80/45/65". Das ist das Rentenniveau, das ein Versicherungsnehmer nach 45 Beitragjahren erreicht: rund 80 vom Hundert des Durchschnittslohns, den er in seinem Arbeitsleben verdient hat. Im Inland beträgt der Vergleichswert heute schon 48% und wird in den kommenden Dekaden weiter sinken.

Darüber hinaus gibt es in Österreich eine Form der Mindestpension. Der Grund dafür ist, dass die Belastungen für Beitragszahler und Steuerschuldner in Österreich wesentlich geringer sind. Der Pensionsbeitrag im benachbarten Land ist mit 22,8 Prozentpunkten bereits jetzt wesentlich über dem in Deutschland, wo 18,7 Prozentpunkte zu entrichten sind. Den größten Anteil an der Beitragsbelastung hat jedoch der österreichische Unternehmer mit 12,55 vH.

Auch wenn sich die Pension damit viel mehr auf die Unternehmen auswirkt, kann sich die Volkswirtschaft im benachbarten Land nicht mindern. Die Gesamtlast der Sozialversicherungsbeiträge ist in Österreich noch niedriger als in Deutschland. Zudem sind die Beiträge zur Krankenversicherung nur halb so hoch wie in Deutschland, da der Bund das Gesundheitssystem mit Steuereinnahmen massiv fördert.

Alles in allem wird das österreichische Gesellschaftssystem daher steuerlich besser ausgestattet als das in Deutschland. "In der österreichischen Pensionskasse gibt es aufgrund der erhöhten Beitragszahlungen mehr Mittel", sagt Rentenökonomin Thiede. Auch die OECD, die Organisation der Industrieländer, weist darauf hin, dass unsere Nachbarländer bereits einen deutlich grösseren Teil ihrer wirtschaftlichen Leistung für die Altersvorsorge ausgeben müssen.

"Laut der EU-Arbeitsgruppe zur Überalterung machen die Pensionsausgaben in Österreich fast 14 Prozentpunkte des Bruttoinlandsprodukts aus, gegenüber zehn Prozentpunkten in Deutschland", sagt die Sozialwissenschaftlerin der OECD Monika Queisser. "Sie sollen bis 2035 in Deutschland auf 12 und in Österreich auf 14,7 Prozentpunkte anwachsen. "Für Queisser verdeutlichen die Daten den hohen Stellenwert, den die Altersvorsorge im benachbarten Land einnimmt.

"Die Renten haben in Österreich Priorität vor anderen sozialen Leistungen, was sich auch im Anteil der staatlichen Aufwendungen wiederspiegelt. Beispielsweise bescheinigt die Europakommission dem heimischen Altersvorsorgesystem in ihrem Europastudium ein "Nachhaltigkeitsrisiko". Auf der einen Seite altert die Bevölkerung rasant, auf der anderen Seite gehen noch zu viele österreichische Bürger vorzeitig in den Pension.

Wo in Deutschland das gesetzlich vorgeschriebene Rentenalter allmählich auf 67 Jahre ansteigt, sind es in Österreich 65 Jahre. Die Altershöchstgrenze für Damen beträgt bis zu 60 Jahre und wird bis 2024 nicht allzu schnell auf 65 Jahre anwachsen. Aber nicht in jedem Falle sind die älteren Menschen im benachbarten Land in einer besseren finanziellen Situation als die älteren Menschen in Deutschland.

Diejenigen, die in Deutschland Betreuungsleistungen erhalten, erhalten oft in Summe wesentlich mehr Sozialleistungen. Rund drei Mio. Menschen in Deutschland kommen in den Genuss des vor 20 Jahren eingerichteten Sozialversicherungssystems. Im Falle schwerer gesundheitlicher Einschränkungen bezahlt die Krankenpflegeversicherung bis zu 2000 EUR pro Tag, während in Österreich die älteren Menschen und ihre Angehörigen die höheren Ausgaben selbst tragen müssen.

Dabei wird in Österreich prinzipiell nur die Teuerung kompensiert. Im Inland ist die Wartefrist von fünf Jahren erheblich verkürzt. In Deutschland, wo es aufgrund sehr kürzerer Laufzeiten viele Mütter gibt, wird die Durchschnittsrente nach unten gezogen und damit der Österreichvergleich verzerrt, wo in den selben Faellen gar keine Altersrenten gezahlt werden.

Doch die österreichische Pensionskasse hat mehr Mittel in ihrem Fonds, und zwar aus einem anderen Grund: Der Kreis der Versicherten ist viel grösser als in Deutschland. Im Jahr 2005 sind alle Entrepreneure, Freelancer, Selbständigen und Freelancer Mitglieder der gesetzlichen Altersversorgung. Waren die Beamten im benachbarten Land in der Vergangenheit genauso bequem versichert wie in Österreich, so ist heute auch in Österreich die Regelung 80/45/65 für sie gültig, in Deutschland dagegen ist das letztgenannte Entgelt noch die Grundlage für die Rentenhöhe.

Mit 70 Prozentpunkten ist auch das Rentenniveau signifikant über dem der Rentner. Österreichs größte Schwachstelle ist dagegen die nahezu 100-prozentige Förderung des Altersversorgungssystems durch das Umlageverfahren: In der gegenwärtigen Tiefzinsphase mag die teilweise Privatisierung der Altersvorsorge unattraktiv wirken.

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