Als österreicher in Deutschland Arbeiten und Wohnen

Arbeiten und Leben als Österreicher in Deutschland

Mehrere tausend Österreicher ziehen jedes Jahr nach Deutschland. Wonach sollte man achten? Arbeitest du im Ausland oder für ausländische Arbeitgeber? Muß ich für mein ausländisches Einkommen in Österreich Einkommensteuer zahlen? D.

h. in Freilassing arbeiten und in Salzburg leben.

In Deutschland arbeiten, in Österreich leben - Wo man Steuern zahlen kann

Befindet sich der Arbeitsplatz, d.h. der Arbeitsplatz, in Deutschland, so ist Deutschland verantwortlich und Sie unterliegen damit der deutschsprachigen Gesetzgebung. Der Sozialversicherungsbeitrag (insbesondere die Beiträge zur Gesundheits- und Rentenversicherung) muss dann auch in Deutschland und nach nationalem Recht bezahlt werden. Wenn sich der Arbeitsplatz dagegen in Österreich befindet, wäre Österreich verantwortlich und es gilt das österreichische Recht, da man für ein Österreichisches Unternehmen arbeiten würde.

Eine Grenzgängerin ist eine Personen, die eine berufliche Tätigkeit in einem anderen als ihrem Wohnsitzland ausüben, aber jeden Tag oder mindestens einmal pro Woche dorthin zurückkehren. Eine Grenzgängerin ist eine Grenzgängerin. Im Prinzip ist ein Grenzpendler in dem Staat, in dem er tätig ist, bei der Krankenkasse versichert. Ausgenommen sind die so genannten "Secondments", bei denen ein Betrieb einen Mitarbeiter ins europäische Ausland entsendet, um für eigene Zwecke zu arbeiten, und ggf. mehrere Arbeitsplätze in mehreren EULändern.

Die neue EU-Sozialgesetzgebung, die am I. Mei 2010 mit den Richtlinien (EG) Nr. 883/2004 und (EG) Nr. 987/2009 in Kraft getreten ist, beinhaltet verlängerte Versorgungsansprüche für Familienmitglieder von erwerbstätigen Grenzbeschäftigten und pensionierten Grenzbeschäftigten und ihren Familienmitgliedern. Grenzpendler haben prinzipiell die Wahl, ob sie Sacheinlagen von der Krankenkasse des Wohnsitzlandes (z.B. AOK Bayern) oder von der Krankenkasse des Beschäftigungslandes (z.B. OÖGKK) erhalten möchten.

Für den Bezug von Dienstleistungen an Ihrem Wohnsitz brauchen Sie ein Formular/Zertifikat ( "Formular/Zertifikat ") (früher D 106 oder neuer S1) Ihrer Krankenversicherung im Land der Beschäftigung, das Ihnen nachweist, dass Sie in Ihrem Wohnsitzland Anspruch auf Dienstleistungen haben. Sie können in Deutschland eine Krankenversicherung, z.B. die AOK Bayern, für die Leistungshilfe auswählen.

Sie ist in Österreich die zuständige Landeskrankenkasse des Wohnsitzes. Bei der AOK FC Deutschland erhält der Grenzpendler und seine Familienmitglieder die Krankenversicherungskarte oder die eCard von OÖGKK, um in Deutschland oder Österreich Leistungsansprüche stellen zu können. Weitere Infos zu den Dienstleistungen der AOK Bayerns finden Sie unter[url]www.aok.de/bayern[/url].

Im OÖGKK informieren wir Sie über die Dienstleistungen unter[url]www.ooegkk.at[/url]. Im Bedarfsfall bekommen der Grenzgänger und seine Familienmitglieder auch eine Gesundheitskarte aus dem Land der Beschäftigung (z.B. die Österreichische eCard) oder einen anderen Berechtigungsnachweis (je nach Land der Beschäftigung). Leben die Verwandten des Grenzbeschäftigten mit diesen in Deutschland zusammen, haben sie auch in Deutschland Ansprüche auf Krankenversicherungsleistungen, wenn die Verwandten die Bedingungen für die Verwandtschaft nach deutschem Recht erfuellen und kein anderer Leistungsverpflichtungsanspruch vorliegt.

Der Leistungsbezug im Wohnland, wie bei Grenzgängern, erfordert ein Formular/Bescheinigung (E106/S1). Darüber hinaus wird ein Fragenkatalog verschickt, um festzustellen, welche Familienmitglieder nach deutschem Recht Anspruch auf Leistungen haben. Die Neuerung in den Richtlinien (EG) zur Koordination der Sozialversicherungssysteme ist die unmittelbare Übermittlung der Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit an die zuständige Krankenversicherung des Arbeitslandes und nicht mehr zuerst an den Institut des Wohnlandes.

Achten Sie in diesem Rahmen auch auf die arbeitsrechtliche Verpflichtung, Ihren Auftraggeber zu informieren und nachzuweisen. Angehörige von Angehörigen von aktiven Grenzbeschäftigten Ab dem I. Mei 2010 haben Angehörige von Angehörigen von aktiven Grenzbeschäftigten grundsätzlich auch im zustaendigen Land (Beschaeftigungsland des Grenzgängers) Anspruch auf volle Leistungen. Bislang hatten grenzüberschreitende Rentner nach altem Recht einen unbeschränkten Anspruch auf Leistungen nur im Wohnland.

Im Ausland hatten Sie nur einen begrenzten Anspruch auf Leistungen über die EHIC/EKVK. Dies gilt auch für die Familienmitglieder von Grenzgängern. Mit den neuen Vorschriften (EG) erhalten grenzüberschreitende Rentner und ihre Angehörigen nun einen erweiterten Anspruch auf Leistungen. Rentner, die im Ruhestand sind, haben im früheren Beschäftigungsstaat Anspruch auf unbeschränkte Sachleistungen, wenn sie in den vergangenen 5 Jahren vor Beginn ihrer Altersrente in dem betroffenen Mitgliedstaat seit mehr als 2 Jahren als Grenzpendler beschäftigt waren.

Beispiel: Eine versicherte Person lebt in Deutschland, erhält eine Pension aus Deutschland und Österreich und ist in Deutschland sozialversichert. In Österreich war er die vergangenen 6 Jahre vor seiner Pensionierung als Grenzpendler beschäftigt. Abhilfe: Österreich hat auch einen uneingeschränkten Sachleistungsanspruch. Ihre Ansprüche auf Sacheinlagen in dem Land, in dem sie ihre letzte Beschäftigung hatten, bestehen fort, sofern es sich um eine Fortführung der in diesem Land begonnenen Behandlungen auswirkt.

Beispiel: Ein Empfänger einer dt. Altersversorgung lebt in Deutschland und ist in Deutschland mitversichert. Im vergangenen Jahr vor seiner Pensionierung war er als Grenzpendler in Österreich tätig. Während seiner Arbeit in Österreich wurde er an Zuckerkrankheit erkrankt und wird dort kontinuierlich gegen diese Krankheit aufbereitet. Problemlösung: Da der Betroffene in Österreich kurz vor Beginn seiner Pensionierung als Grenzpendler tätig war, sind die Grundvoraussetzungen im Wesentlichen gegeben.

Allerdings kommen nur Therapien im Rahmen der Diabetesbehandlung für Leistungen in Betracht.

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